Mozartdenkmal und Mozart Geburtshaus
Mit einem Budget von vier Millionen Euro startete im Jahr 2004 eine Werbekampagne, die die internationale Aufmerksamkeit auf das Ereignis des Jahres in Salzburg lenken soll, den 250. Geburtstag von Wolfgang Amadeus Mozart. In der Stadt selbst rechnet man aus diesem Anlass mit einem Anstieg der Übernachtungsgäste um fünf Prozent auf zwei Millionen und mit einem Zuwachs von 600.000 Touristen. Um dem erwarteten Publikum gerecht zu werden und Salzburg gebührend präsentieren zu können, wurde eine Reihe von Restaurierungsvorhaben eingeleitet.
Das Mozartdenkmal auf dem Mozartplatz war auf Initiative des Schriftstellers Julius Schilling errichtet worden. König Ludwig I von Bayern hatte das Vorhaben unterstützt, indem er den Sockel stiftete und einen Geldbetrag spendete. Das Werk des Bildhauers Ludwig von Schwanthaler wurde von Johann Baptist Stiglmayr in München gegossen. Die Bronzestatue misst einschließlich des Marmorsockels knapp sieben Meter. An der Enthüllungszeremonie, die wegen eines archäologischen Fundes verschoben werden musste, nahmen die beiden Söhne Mozarts, Franz Xaver und Carl Thomas, noch selbst teil; die Witwe war kurze Zeit zuvor verstorben. Nach der Errichtung des Denkmals setzte der eigentliche Mozartboom in Salzburg ein, der inzwischen ein bedeutender Wirtschaftsfaktor geworden ist. Das Denkmal wurde seit seiner Enthüllung am 4. September 1842 noch nie umfassend restauriert. Entsprechend unansehnlich war es im Laufe der Jahre durch Ablagerungen und Schmutz geworden. Die Stadt Salzburg vergab den Auftrag an zwei Diplom-Restauratorinnen, Mag. Monika Riemer und Cornelia Höhne, die nach einer Bestandsaufnahme die notwendigen Arbeiten zwischen August und Oktober 2006 durchführten. Finanzielle Unterstützung kam dabei vom Bundesdenkmalamt. Nach fachgerechter Reinigung und Konservierung präsentiert sich die Bronzestatue heute in neuem Glanz.
Ein zweites Projekt war die Restaurierung von Mozarts Geburtshaus in der Getreidegasse. In diesem Haus hatten Mozarts Eltern nach ihrer Hochzeit eine Mietwohnung bezogen, die für die nächsten 26 Jahre ihr Heim werden sollte. Im Jahr 1917 wurde das Haus von der Internationalen Stiftung Mozarteum angekauft, nachdem sie 1880 begonnen hatte, ein Museum darin einzurichten. Heute sind auf mehreren Etagen des Anwesens Exponate aus Mozarts Leben ausgestellt. Dazu gehören verschiedene Originalinstrumente, Faksimiles von Briefen und anderen Dokumenten, Porträts und Mobiliar. Seit dem Jahr 2000 findet eine systematische Restaurierung des Gebäudes statt. Am Marmorportal des Haupteingangs wurden diese Arbeiten vor drei Jahren fertig gestellt. Während die Fassade in der Getreidegasse im 19. Jahrhundert klassizistisch umgestaltet wurde, entspricht sie am Universitätsplatz noch dem Rokoko, wie zu Mozarts Lebenszeit. Mit Fördergeldern des Bundesdenkmalamtes wird nun die Fassade in der Getreidegasse ausgebessert und neu gestrichen.
Bereits abgeschlossen ist die Restaurierung der Mozartstatue am Kapuzinerberg. Sie wurde im Jahr 1881 dort aufgestellt, wo das sogenannte Zauberflötenhäuschen 1877 seinen heutigen Standort gefunden hat. Mozart soll Teile der Zauberflöte in diesem Gartenhäuschen komponiert haben. Zu diesem Zweck hatte ihn der Sage nach der Librettist Emanuel Schikaneder darin eingeschlossen.